(Doch nid soo) - Easy Tour
Mittwoch, Wandertag, ein bewährtes Highlight des Fun and Sports, jedenfalls aus Leiter*innensicht. Bei schönstem Wetter durften sich heute 19 der jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den Weg machen. Eine erste Etappe bis zu einem Parkplatz bei Plan de Croix durfte noch mit dem Büsli absolviert werden, aber dann galt es ernst. Der erste und strengste Anstieg stand sogleich an: Auf der Skipiste ging es los Richtung La Bourri. Trotz der grossen Motivation mussten einige Verschnaufpausen eingelegt werden, denn der Anstieg hatte es in sich. Davon lässt man sich aber selbstverständlich nicht unterkriegen und nach ein paar Minuten Regenerationszeit und einigen Schlücken Wasser wurde die Tortur stetig vorangetrieben. Schwitzend und keuchend dann endlich die lang ersehnte Botschaft der Leiterinnen und Leiter: Es ist vollbracht, der erste Aufstieg ist geschafft. Nach einer grösseren Zwipf-Pause ging es aber schon weiter. Jetzt war es etwas flacher und auch die wunderschöne Umgebung bestaunt konnte werden. Mufflons konnten leider dennoch keine beobachtet werden, da hat der Programm-Chef etwas zu viel versprochen. Immerhin wurden viele Heugümper und Raupen betrachtet. Frohen Mutes ging es weiter und bald schon kamen uns bekannte Gesichter entgegen: die Basic-Tour. Es wurden bereits viele Geschichten von tollen Erlebnissen und Sichtungen geteilt. Nach diesem kurzen, aber geselligen Austausch wurde zügig die restliche Strecke bis zum Mittagshalt zurückgelegt. Kaum angekommen wurde der vorbereitete Lunch dem Rucksack entnommen und rücksichtslos inhaliert. Nach dem eigenen Futter war aber noch lange nicht genug und die Rucksäcke der Leiterinnen und Leiter waren das nächste Ziel des kollektiven Hungers. Nachdem auch die letzten Reserven vertilgt waren, wurde die Umgebung erkundet. Völlig unerwartet stiess man auf das Fantôme de Torgon, welches eine Challenge für die Wandervögel deponiert hat. Das Ableben des Fantôme soll untersucht werden, denn genau auf dieser Wanderung soll es das zeitliche gesegnet haben. Die vielen kreativen Ideen mussten auf einen gemeinsamen Nenner gebracht und dann bildlich festgehalten werden, was sich als ausserordentlich anspruchsvoll herausstellte. Doch auch diese Hürde konnte problemlos überwunden werden und eine äusserst einfallsreiche Interpretation des vermuteten Unfallhergangs war schon bald auf Band. Nun konnte endlich die letzte Etappe in Angriff genommen werden. Dank des konstanten angenehmen Gefälles wurde mit wunderschönem Gesang und stolzem Tempo Richtung Parkplatz gewandert. Das ein oder andere Beinpaar spürte die wenigen Pausen, was bei Ankunft beim Parkplatz auch kundgetan wurde. Die motivierten Leiterinnen und Leiter liessen es sich dennoch nicht nehmen die Frage in die Runde zu stellen, ob die letzten 40 Minuten zum Lagerhaus doch auch noch zu Fuss absolviert werden. Tatsächlich war bei der Hälfte noch genug Motivation vorhanden, was die Leitenden natürlich überaus freute. So wurde für die einen das Büsli bestellt und mit dem Rest die Beine in die Hand genommen. So ging es durch einen etwas holprigen, aber schönen Waldweg los Richtung La Jorette. Kaum angekommen beim Lagerhaus stand die wohlverdiente Abkühlung an und es wurde sich noch fröhlich Wasser an den Kopf gespritzt, bis der Körper wieder auf Betriebstemperatur gekühlt war.
Basic Tour
Heute machte sich die Basic Tour mit 47 Kindern und 8 Leitenden auf den Weg zur grossen Wanderung. Bevor es losging, wurden alle Kinder beim Start noch einmal gründlich überprüft. Die Leiter:innen kontrollierten, ob alle Wanderschuhe trugen, genügend Wasser dabeihatten, eine Regenjacke und Sonnenschutz eingepackt hatten und auch ihren Badge nicht vergessen hatten. So konnten wir bestens ausgerüstet in den Tag starten.
Zu Beginn führte der Weg steil durch den Wald bergauf. Dank des zügigen Tempos erreichten wir den Startpunkt der Mufflon-Rundwanderung sogar früher als erwartet. Dort legten wir eine erste Trinkpause ein. Dabei entdeckten wir einen geheimnisvollen Brief vom Phantom von Torgon. Darin bat es uns, eine möglichst kreative Geschichte zu erfinden, wie das Phantom vor vielen Jahren während einer Wanderung in Torgon ums Leben gekommen sein könnte. Die Ideen sollten später als Foto, Video, Lied, Gedicht oder auf eine andere kreative Weise festgehalten werden.
Anschliessend wanderten wir weiter bis zum höchsten Punkt der Tour. Dort konnten alle ihre Trinkflaschen mit frischem, kühlem Wasser auffüllen und sich beim Znüni für den weiteren Weg stärken.
Kurz darauf glaubten wir tatsächlich, Mufflons entdeckt zu haben. Die Enttäuschung war allerdings gross, als sich die vermeintlichen Wildtiere als Esel herausstellten. Für viele Lacher sorgte die Verwechslung trotzdem.
Die Mittagspause verbrachten wir an einem schattigen Plätzchen. Danach arbeiteten die Kinder in kleinen Gruppen an der Aufgabe des Phantoms. Dabei entstanden viele originelle Ideen. Manche meinten, das Phantom sei von einem Mufflon den Berg hinuntergestossen worden, andere liessen einen Baum auf das Phantom fallen und wieder andere waren überzeugt, dass Woody das Phantom überfahren habe. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.
Zum Schluss stand noch der steile Abstieg zurück zum Lagerhaus bevor. Dieser forderte die müden Beine noch einmal ordentlich heraus. Die Anstrengung war aber schnell vergessen, als beim Lagerhaus bereits die langersehnte Wasserschlacht auf alle wartete. So ging ein spannender und erlebnisreicher Wandertag zu Ende.
Advanced Tour
Frommen Schrittes starteten neun Wanderfreunde zur zweitgrössten Wanderung in diesem Jahr. Unser Ziel war der sentiere des Alphages, eine Rundwanderung über die Alpwiesen. 13.7 Kilometer standen uns bevor. Bis zum Anstieg führte uns der Weg zuerst über eine wunderschöne Hängebrücke. Alle waren hochmotiviert und die ersten paar Höhenmeter wurden in kürzester Zeit zu Nichte gemacht. Mit etwas Musik und Gesang flogen wir dem höchsten Punkt der Wanderung entgegen. Nach ca. 700 Höhenmetern, vielen kleinen Päuschen und etlichen Kuhweiden erreichten wir unseren «Zmittagsplatz». Dort angekommen konnten alle ihren mitgebrachten «Zmittag» verschlingen und die Aufgabe des Lagerfantoms zu meistern. Unsere Aufgabe ist es nämlich den Tod des Fantoms zu ermitteln. Die Kinder entschieden sich für eine Fotostory, wo das Fantom auf Mufflonfäkalien ausrutschte und leider verstarb.
Kurz darauf und gestärkt vom Zmittag legten wir die letzten Kilometer zurück. Eine halbe Stunde vor Schluss verliefen wir uns kurz und der Schuldige wurde aber schnell gefunden. Trotz dieser kurzen Tragödie fanden die Wandergespenster etwas müde, aber gut gelaunt wieder zum Lagerhaus zurück.
Mastertour am Mittwuch
Mir sind bereits ide Mitti vom Lager aacho,
und hend d Mastertour in Aagriff gno.
Am Morge no richtig frisch,
simmer loszottlet, und zwar enthusiastisch.
Berguuf isch es gange ohni Wind,
das hett d Melina gwüsst, das clevere Chind.
Drum hett sie en eigene Ventilator debii,
doch de Saftsack hett kei Batterie.
Ufem Berg es feins Raclette gnosse,
Sind d Wasserfläsche allne de Hals ab gflosse.
En Brunne isch wiit und breit nöd in Sicht,
Für d Kinder isch es gar kein guete Bricht.
Fast vertröchnet sinds die arme Chind,
D’Hitz isch ihne gstiige ab in Grind.
Zum Glück hemer denn es Resti entdeckt,
D Frau hett sich grad bitzli verschreckt.
Dass mir alli nur wennd fülle d Fläsche,
Hett lieber e chli Geld i de Täsche.
Eus hett das aber nöd so interessiert,
Viellicht chunt no es Gwitter, es pressiert.
Mit Wasser und Balisto gfüllt,
Hett de Clemi brüllt,
“Los mir münd vorwärts laufe,
Jetzt hemmer eu vorher scho müsse Wasser kaufe.
Mir münd denn au no es Video ufneh,
Also chömed, chli gutzi geh!”
Die letschte Meter de Hoger uf,
Au wenns eus chostet ganz viel Schnuuf.
D Tagesufgab hend sie müsse erledige,
Hend defür es Liedli müsse predige.
Immer wieder hend d Kind bim Singe de Text vergesse,
De Clemi und de Nici hend i dere Ziit jenschti Öpfel gfresse.
D Kinder langed sich debii an Chopf,
“Was lauft denn mit dene falsch, gopf.
En Öpfel im Flug das frisst doch keine,
Chömer en andere Leiter ha, wenigstens eine?”
Abe hemmer eus denn richtig Lagerhuus begeh,
Allne tünt die Bei langsam chli weh.
Immer zächer wird jede Zenti,
D Batterie isch leer wie bi de Melina ihrem Venti.
Bim strenge Abeweg ischs zu verschiedenste Theme cho,
S Einte hemer da no ufgno.
S Gspräch gaht um die gliichaltrige Böck,
Sie seiged schinbar rechti Pflöck.
Und was d Lena und d Jolina tuet verwirre,
wieso hend die einte Lüüt nöd meh ide Birre?
Gege de Schluss simmer denn uf Chiiswegli cho,
Die hend eusi Bei denn besser uufgno.
Spass hetts gmacht wie jedes Jahr,
D Mastertour isch die einzig wahr.
Schad isch es bereits verbii,
Immerhin hemmer gha die beste Leiter debii.
Over and out, zwei Füsel und en Grüsel.
Biken
Vier motivierte Radler-Girls und zwei Leiter montierten anstatt Wanderschuhe den Velohelm und schwangen sich auf E-Mountainbikes, um den Boomern in den Bergen mal zu zeigen, wie das E-Biken richtig geht. Zusammen wurde Asphalt, Kieswege, Trails und schlussendlich 30km und mindestens circa Daumen mal Pi (Sarkasmus A.d.R) soviele Höhenmeter bezwungen. Es ging durch die schönen Wälder, über Alpenwiesen, über die Krete Col de Rapenaz a la France bis hin zum wunderschönen Lac d'Arvouin, wo anschliessend der hochverdiente Zmittag verspiesen wurde. Dieser war dringend nötig, da sich vor allem die Leiter über schmerzende Hinterteile beklagten. Nach dem kurzen Ausflug zu den Landesnachbarn im Westen ging es wieder zurück und man wurde für die vielen Höhenmeter am Morgen mit einer langen und spassigen Abfahrt belohnt. Die erste „Tour de vélo de montagne électrique internationale de camp d' amusant et sportif“ war ein voller Erfolg und alle kehrten müde und zufrieden wieder ins Lagerhaus zurück. Die Leiter werden einen Sattel für mindestens sieben Tage meiden.
Spieleabend Jüngere
Nach dem anstrengenden Wandertag liessen es die 30 jüngeren Kinder am Abend etwas gemütlicher angehen. Beim Spieleabend war für alle etwas dabei. In der Sofaecke wurde mit viel Spannung nach den mörderischen Werwölfen gesucht, während auf der Twistermatte mit viel Gelächter die verrücktesten Verrenkungen entstanden. An den Tischen wurde eifrig Halli Galli und Uno gespielt und auch die Pingpongschläger waren den ganzen Abend im Einsatz. Wer zwischendurch etwas Ruhe suchte, konnte seiner Kreativität beim Basteln freien Lauf lassen. So fand der erlebnisreiche Wandertag einen gemütlichen und fröhlichen Ausklang.
Schlag die Leiter
Hüt am Abig hets wieder mal gheisse,
mer müend eus ich verschiedeni Challenges schmeisse.
S’Ziel vom Spiel ischs d’Leiter z‘schlah,
de Muet defür hed si no nie verlah.
Vier verschiedeni Gruppe sinds gsii,
und au d‘Leiter sind natürli debii.
Bim erste Spiel hends müese s’Tanzbei schwinge,
und debi di richtige Lieder bringe.
Wiiter gange ischs mit gruselige Frage,
füüf Muetigi hends möge waage.
D’Chind hend wieder müese ums Spiel bange,
will de Punkt isch klar ad Leiter gange.
Bim Limbo hends sich müese verbüüge,
d’Loli hed ihres Alter nüme chöne lüüge.
Denn hets scharfi Chipsli geh,
aber Wasser hedmer kei dörfe neh.
Mit rote Chöpf sinds vorne ghockt,
hend das Spiel aber alli grockt.
Bim Katapult hend d’Chind ihri Pünkt chöne vergesse,
will mitem Yannik hed sich niemert chöne messe.
Becher abschüsse miteme Ball,
das hed de Turm bracht zum Fall.
Es fiins Näsli und eh scharfi Zunge,
denn isch eim das Spiel glunge.
Verschiedeni Sache hedmer gschmöckt und gesse,
und hoffentli de Name devo ned vergesse.
Punkt vor Strich isch bi dem Spiel wichtig,
sust isch d’Antwort nämlich da nöd richtig.
Spitzi Ohre und es schnells Chöpfli,
sust bisch es arms Tröpfli.
Die Jüngere hend verschiedeni Antworte geh,
zum Biispiel was si am liebste am Kiosk wennd neh.
Die Antworte hend di Grosse jetzt müese sueche,
zum möglichst vieli Pünkt bueche.
Nach all dene lustige Spieli,
hed de Gray nacheme Wiili,
alli Pünkt zemezellt,
und debii natürlich festgstellt,
d’Leiter sind au dasmal d’Sieger,
so wie halt jedes Jahr wieder.